Keine Steuererleichterungen bei privater Gebäudesanierung

Die seit vielen Monaten im Vermittlungsausschuss festgefahrenen Verhandlungen für eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden konnten nicht erfolgreich in ein Gesetz münden. Geschlagene 414 Tage rangen die Politiker von Bund und Ländern um eine für alle Parteien befriedigende Lösung. Auch das Handwerk, der ZDB und wir Fachverbände haben uns für eine steuerliche Förderung vehement eingesetzt. Leider vergebens, doch vielleicht verdeutlicht das wieder einmal auf besonders eindrucksvolle Weise, dass meisterhafte Arbeit vom Handwerksmeister kommt!

Umweltminister Franz Untersteller

Auch baden-württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat das Ergebnis der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zum Thema steuerliche Absetzbarkeit von Gebäudesanierungen in aller Deutlichkeit kritisiert:

„Dass sich am Ende einige Länder immer noch quer gestellt haben, ist absolut enttäuschend. Ich glaube, aus Baden-Württemberg lag ein sehr vernünftiger Kompromissvorschlag vor. An uns liegt es nicht, dass dieses wichtige Instrument zum Ankurbeln der Sanierungsquote und zum Klimaschutz nicht kommt.“
 
Zinsverbilligte Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, seien gut und richtig, so Untersteller weiter. Aber es gebe nun mal Haus- und Wohnungsbesitzer, die ohne Kreditaufnahme sanieren könnten. Ihnen einen Anreiz zu geben, ihre Pläne umfassend und schnell zu realisieren, sei das Ziel gewesen. „Wir brauchen viel mehr energetische Sanierung zum Klimaschutz. Jeder finanzielle Anreiz dafür ist eine Investition in die Zukunft. Politische Taktik und Kleinkrämerei sind hier fehl am Platz!“

Positiven Aspekte des Wärmeschutzes an Gebäuden verdeutliche

Doch ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende:

Das  endlos lange Warten auf eine in Aussicht gestellte steuerliche Förderung hat viele Bauherren aus Furcht, bei einem frühzeitigen Beginn von energetischen Sanierungsmaßnahmen auf Zuschüsse oder Steuervorteile verzichten zu müssen, davon abgehalten, ihre Häuser mit einer Wärmedämmung effizient zu sanieren. Diese Furcht ist nun unbegründet und daher sollte seitens der Fachbetriebe nun keine Gelegenheit ausgelassen werden, um ab sofort wieder alle positiven Aspekte des Wärmeschutzes an Gebäuden zu verdeutlichen und Bauherren - insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuell sehr frostigen Temperaturen zu animieren, jetzt über eine energetische Sanierung nachzudenken, die bereits im Frühjahr umgesetzt werden könnte.
 
Die Bundesregierung kündigte im Vermittlungsausschuss zwar an, ab 2013 ein neues KfW-Programm für energetische Sanierungen in Höhe von 300 Mio. Euro jährlich für zinsverbilligte Kredite aufzulegen. Dies sollte aber nicht vordergründig angesprochen werden, denn sonst ist möglicherweise erneut ein abwarten der Bauherren zu befürchten.

Argumentation für Wärmedämmung

Nutzen Sie die Musteranschreiben und die vom SAF im Mitgliederbereich unter www.stuck-verband.de/argumente-WDVS gesammelten Dokumente und Stichpunkte über WDVS für Ihre Argumentation und Bewerbung der energetischen Sanierung, um neue WDVS-Aufträge zu erhalten und diese schon beizeiten im neuen Jahr auszuführen.
 
Der Markt dafür ist riesig!
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